Den Hund ins Büro mitnehmen – so klappt es

Du tippst am PC im Büro und zu deinen Füßen hat sich dein Vierbeiner gemütlich zusammengerollt und schläft. Der eigene Hund mit am Arbeitsplatz im Büro – für viele ist das eine tolle Vorstellung und ein bisschen ein Traum. Doch so abwegig ist das gar nicht: Es gibt einen Bundesverband Bürohund, einen Aktionstag „Kollege Hund“ des Deutschen Tierschutzbunds und einen Bürohund-Index.

Tatsächlich sprechen viele Gründe dafür, den eigenen Vierbeiner mit ins Büro zu nehmen:

• Die Anwesenheit eines Hund wirkt sich positiv auf die Gesundheit der Menschen aus. Demnach kann ein Hund das Stresslevel reduzieren. Menschen mit Vierbeiner im Büro leiden weniger an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Erschöpfungserscheinungen, Magen-Darmproblemen und Kopfschmerzen. Hunde können sogar Krankmeldungen reduzieren.

• Ein Hund hat eine beruhigende Wirkung. Er entspannt und verbessert das Arbeitsklima, da die Menschen nun freundlicher und umsichtiger miteinander umgehen. Das Streicheln des Hundes setzt sogar Glückshormone frei, was die Produktivität und Konzentrationsfähigkeit steigert.

• Ein Hund integriert: Die Kommunikation verbessert sich, der Teamgeist wird stark und die Laune hebt sich. Die Arbeitsmotivation wächst.

• Mitarbeiter verbringen die Mittagspause aktiv bei einem Spaziergang und tun so etwas für ihre Gesundheit.

Auch für den Hund kann es vorteilhaft sein, sein Herrchen oder Frauchen auf die Arbeit zu begleiten. Er hat immer Gesellschaft, bekommt Aufmerksamkeit auch von den Kollegen und gleichzeitig Ruhepausen. Kurzum: Er verbringt den Tag geborgen im menschlichen Rudel.

Bello darf natürlich nicht einfach so mit ins Büro. Wer seinen Hund mitbringen will, muss die Erlaubnis des Arbeitgebers einholen – sonst drohen Abmahnung oder sogar Kündigung. Auch die Kollegen müssen zustimmen. Bei aller Hundeliebe gibt es schließlich Menschen, die Angst oder Allergien haben.

Voraussetzung: Das Zeug zum Büro-Hund

Nicht jeder Hund eignet sich als Begleiter auf der Arbeit. Welpen und junge Hunde sind oft zu ungestüm, und ängstliche oder aggressive Vierbeiner können von der Situation schnell überfordert sein.

Damit die Fellnase mit dem neuen Rudel auf Zeit gut klarkommt, sollte sie gut sozialisiert, Menschen freundlich gesinnt sein und ein ruhiges, ausgeglichenes Gemüt besitzen. So lässt der Hund sich von stressigen Situationen oder Diskussionen nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Hunde, die gern und oft bellen, viel Bewegungsdrang mitbringen und toben wollen, werden im Büro statt einer Quelle der Ruhe schnell zur Ursache von Stress. Auch territoriales Verhalten ist fehl am Platz. Der Vierbeiner sollte sich außerdem mit anderen Hunden vertragen, denn wo ein Büro-Hund vor Ort ist, sind mit Sicherheit auch andere erlaubt.

Wichtig ist natürlich ein guter Grundgehorsam. Die Fellnase sollte also die gängigen Kommandos beherrschen, gut an der lockeren Leine mitlaufen, damit die Kollegen auch mal Gassi gehen können, und sich an seinen Platz schicken lassen und dort entspannen können.

Da sein Zweibeiner seiner Arbeit nachgehen muss, sollte der Hund außerdem nicht dauerhaft Aufmerksamkeit benötigen und in der Lage sein, gewisse Zeit auch allein verbringen zu können.

Und natürlich sollte der Vierbeiner gesund und stubenrein, außerdem geimpft und versichert sein.

Klare Regeln für die Zeit im Büro

Damit keine Missverständnisse entstehen, sind klare Regeln von Vorteil. Kläre mit deinen Kollegen, ob und wann der Hund gestreichelt werden darf und ob er Leckerli bekommen darf oder nicht.
In deinem Büro braucht der Vierbeiner seinen eigenen Rückzugsort, wo er sich auf eine Decke oder in ein Körbchen ablegen kann. Wähle den Platz klug aus und wechsle ihn nicht. Dein Hund sollte also nicht im Weg oder in einem Durchgang liegen, wo viel los ist, nicht direkt neben der Heizung und auch nicht direkt in der Sonne.
Füttern solltest du ihn auch am besten am gleichen Ort und zu festen Zeiten. Stelle außerdem Hygiene sicher: Sammle Haare ein und fege Schmutz weg, den dein Hund mit Sicherheit von einem Spaziergang mit in die Räume tragen wird. Hier hilft es, ein Handtuch oder eine Bürste parat zu haben.
Außerdem gibt es Bereiche, zu denen dein Vierbeiner keinen Zutritt bekommt: Toiletten, Kantine oder Küche.

Die Vorbereitung des Hundes

Der Alltag im Büro ist für deinen Hund eine große Umstellung. Ein neuer Ort, vielleicht räumliche Enge, viele fremde Menschen, eine geschäftige, manchmal sogar angespannte Atmosphäre – und natürlich der Fokus zahlreicher Menschen, was am Anfang überwältigend sein kann. Deswegen ist es wichtig, dass du deinen Hund schrittweise heranführst. Stelle ihn am Anfang den Kollegen vor, zeige ihm das Büro, seinen Schlaf- und Fressplatz und begrenze die Zeit auf eine halbe Stunde. Dann kannst du die Anwesenheit nach und nach verlängern.

Du erleichterst deinem Vierbeiner die Umstellung mit Routinen. Gehe zur gleichen Zeit mit ihm Gassi und füttere zu regelmäßigen Zeiten, so dass dein Hund auch in einer neuen Umgebung Orientierung findet.

Beschäftigungsmöglichkeiten für den Hund im Büro

Du klemmst am Hörer oder sitzt im Besprechungszimmer oder betreust Kunden: Klar, im Büro bist du beschäftigt und kannst dich nicht die ganze Zeit um deinen Vierbeiner kümmern. Meist werden sich Kollegen finden, um ihn zu bespaßen. Sonst können Hundespielzeug oder Kauartikel für Abwechslung sorgen.

 

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