Das Für und Wider von Hundekleidung

Wer muss sich hier warm anziehen?

Bevor man Frauchen oder Herrchen wird, ist man meistens nur Mensch. Und menschlich sind auch viele Vorurteile. Bevor ich mich mit Hunden beschäftigt und mein Herz an diese feuchtnasigen Rabauken verschenkt habe, hatte ich einige Vorurteile – insbesondere, was den Hundemantel oder Hundekleidung betrifft.

Ich dachte, nur Hollywood-Stars und Sternchen ziehen ihren Schoßhündchen einen Mantel oder eine Hundejacke an. Nun, ein Körnchen Wahrheit ist dabei, wenn Hunde in völlig zweckfreie Klamotten gezwängt werden.

Felltyp beachten bei der Auswahl der Hundebekleidung

Denn meistens ist der Mantel oder die Jacke für den Hund keine Deko. Sondern für das Wohlbefinden des wahrscheinlich nicht wolfsähnlich befellten Lieblings wirklich wichtig. Viele Hunderassen haben noch ein ähnliches Haarkleid wie ihre wilden Brüder, die Wölfe. Damit sind sie gegen rauhes Wetter sowie Eis und Schnee gut geschützt. Ein dichtes Unterfell wärmt sie bei Minusgraden. Manche Hunderassen verfügen aber durch Züchtung nicht mehr über diesen natürlichen Schutz. Zum Beispiel kurzhaarige Hunde wie Dalmatiner, Rhodesian Ridgeback, Magyar Vizsla oder Weimaraner. Bei diesen und anderen Kurzfellrassen wächst die Unterwolle nicht mehr ausreichend.

Was ich auch noch gelernt habe: Auch das Unterhaut-Fettgewebe sorgt für eine zusätzliche Wärmeisolierung beim Hund. Die Hunderassen, die aus den eher milderen Klimazonen stammen, aber auch die schnittigen Windhunde, verfügen natürlicherweise über kaum Unterhautfett. Deshalb ist bei diesen auf kühle Temperaturen empfindlich reagierenden Freunden ebenfalls ein besonderer Schutz nötig.

Ich werde also nie wieder heimlich auf angezogene Hunde herablächeln. Im Gegenteil, jeder Hundebesitzer sollte auf seinen Schatz achten und schauen, ob der Hund bei winterlichem Wetter vielleicht friert oder sich unwohl fühlt. Wie einfach (und doch auch schön) kann man da Abhilfe schaffen. Ein Hundemantel oder ein Hundepullover – sinnvoll eingesetzt, dienen sie der Gesundheit des Tieres. Es gibt mittlerweile wirklich viele tolle und funktionale Modelle, die man seinem Liebling anziehen kann. Dann macht das Gassigehen auch bei Wind und Wetter wieder Spaß.

Zumindest dem Hund, nicht wahr?

 

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