Mit dem Hund in die Natur: was gilt es zu beachten?

Es wird wärmer, die Natur blüht auf und überall draußen ist das Leben im vollen Gange. Das ist natürlich auch für unsere Fellnasen hochinteressant. Deswegen bietet es sich an, statt der gewohnten Gassirunde um den Block gemeinsam mit dem Vierbeiner die Natur zu entdecken.

Gerade der Wald steckt voller Abenteuer mit seinen vielen verschiedenen Duftspuren und dem abwechslungsreichen Terrain. Entdeckt gemeinsam neue Wege und genießt die Zeit im Freien.

Damit der Ausflug mit dem Hund in die Natur für alle ein tolles Erlebnis wird, geben wir heute ein paar Tipps, was du beachten solltest.

Jagdtrieb, Wildtiere und Ausrüstung

Im Frühjahr bekommen Rehe, Hasen und andere Waldbewohner ihre Jungen, Setzzeit genannt. Lasse deinen Vierbeiner deswegen unbedingt an der Leine. Trifft ein Jäger deinen Hund freilaufend an, während er jagt oder wildert, darf er ihn nach den Jagdgesetzen einiger Bundesländer sogar töten.

Für eure Abenteuer im Wald braucht ihr ein gut sitzendes Halsband oder noch besser ein passendes Geschirr. Zu der normalen Gassigeh-Leine bieten sich Schlepp- oder Laufleinen an, damit dein Hund sich auch etwas weiter von dir entfernen kann und du ihm so mehr Auslauf ermöglichst.

Ideen für den aufregenden Waldspaziergang mit Hund

Der Wald bietet mit Anstiegen und Gefällen, Baumstämmen und Steinen genauso viele Möglichkeiten wie ein Agility-Parcours. Er ist ideal, um die Koordination und das Balance- und Körpergefühl deines Hundes zu fördern. Dafür musst du ihn nicht mal von der Leine lassen: Jede Menge Spiel-Möglichkeiten warten direkt am Wegesrand.

  • Lasse deinen Hund auf gestapelte Baumstämme hoch- und wieder herunterspringen (natürlich, nachdem du dich versichert hast, dass sie fest und sicher sind!) und trainiere dafür ein bestimmtes Kommando.
  • Eine tolle Übung für mehr Körpergefühl ist, den Hund auf einem Stamm „sitz“ oder „platz“ machen zu lassen. Das ist nicht so einfach, wie es aussieht. Oder du lässt ihn auf den Stämmen balancieren (und wenden!).
  • Baumstümpfe bieten sich an, zu üben, jede einzelne Pfote zu setzen. Lass deinen Hund zum Beispiel erst zwei Pfoten darauf legen, bevor du fragst, ob er ganz hochgehen kann.
  • Lass deinen Hund über einzelne Stämme springen oder, wenn genug Platz ist, unter ihnen hindurchschlüpfen. Verbinde das wieder mit Kommandos für eine klare Kommunikation und mehr Abwechslung.
    Das Training macht nicht nur Spaß, es verbessert das Körpergefühl deines Vierbeiners und stärkt sein Vertrauen in sich und in dich.

Mit dem Hund Verstecken spielen im Wald
Hört dein Hund gut und darfst du ihn im Wald ableinen, bietet sich das Training der Basissignale wie „Sitz“ oder „Bei Fuß“ an, um seine Konzentration zu trainieren. Du kannst die gemeinsame Zeit aber noch spannender gestalten, indem du ein Versteckspiel einbaust. Gerade für Hunde, die voraus laufen und ihre Aufmerksamkeit nicht immer auf ihr Herrchen oder Frauchen richten, kann das eine super Sache sein.

Läuft dein Hund also mal wieder vorneweg, versteckst du dich hinter einem Baum. Es dauert nicht lange und er wird sich verwundert nach dir umsehen und dich suchen. Wenn du ein Spiel daraus machst, kannst du die Aufmerksamkeit deines Hundes trainieren, der dann beginnt regelmäßig zu prüfen, ob du noch da bist. Das geht soweit, dass der Hund sich an den Geräuschen deiner Schritte orientiert und sofort hellhörig wird, wenn sie auf einmal ausbleiben.

Die Hundenase fordern
Der Wald ist an sich für deinen Hund super spannend, da er voller intensiver und verschiedener Gerüche ist. Baumstapel, Laubhaufen oder Geröll: Alles teilt deinem Hund interessante Informationen mit. Hunde lieben es zu schnüffeln, aber unterschätze nicht, wie anstrengend es für sie sein kann. Fährten suchen erfordert Konzentration und macht müde – ideal also für aktive Hunde, die du richtig auslasten willst.
Bevor du die Fährte im Wald legst, musst du deinen Hund natürlich auf die Suche vorbereiten. Bringe ihm die Kommandos bei und steigere die Schwierigkeit der Aufgabe nach und nach. Natürlich sind Leckerli ein geeigneter Anreiz und eine super Belohnung.

Vorschriften: Welche Regeln gelten im Wald

Im Wald gelten Regeln für Mensch und Tier – aufgesetzt von Land und Bund. Wichtige Gesetze sind zum Beispiel das Waldgesetz oder das Bundesjagdgesetz. Die Vorschriften können sich abhängig vom Bundesland unterscheiden. In manchen Bundesländern herrscht im Wald keine Leinenpflicht, in anderen gibt es Einschränkungen während der Schonzeit im Frühjahr und im Frühsommer und in wieder anderen herrscht immer Leinenpflicht. Bevor du mit deinem Vierbeiner also in den Wald startest, mache dich schlau, was du darfst und was nicht. Wenn jeder etwas Rücksicht nimmt, haben alle eine gute Zeit im Wald.

Natürlich ist der Wald in jeder Jahreszeit einen Ausflug wert: Bei Winter im Schnee toben, im Frühling neue Gerüche entdecken, im Sommer den Grillen lauschen und im Herbst durch das Laub tollen. Nach einem abenteuerreichen Spaziergang wird dein Hund glücklich und zufrieden an seinem Platz einschlafen.

 

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