Hunde und Senioren: So klappt die Zweisamkeit

Hunde sind gut für die Gesundheit – sie können Stress reduzieren, den Blutdruck senken und Depressionen vorbeugen. Studien haben sogar gezeigt, dass Hunde dazu beitragen können, Übergewicht zu verringern und Cholesterinwerte zu senken.
Doch das ist noch lange nicht alles: Hunde geben gerade Senioren eine Aufgabe, eine Struktur im Alltag und das Gefühl, gebraucht zu werden.

Sie verhindern Einsamkeit und nicht zuletzt sorgen sie dafür, dass ihr Senior-Zweibeiner in Bewegung und aktiv bleibt.
Es ist erwiesen, dass ältere Menschen mit Hund mehr Kontakte und mehr Teilhabe haben. Statistisch sagen knapp 90 Prozent aller Hundebesitzer, sich mit dem Tier zufriedener zu fühlen.
Gerade Senioren können von Hunden also stark profitieren – und auch Hunde von Senioren. Denn es ist immer jemand da, der sich kümmert und der Zeit hat, der Hund bleibt nicht allein. Vor der Anschaffung sollten dennoch ein paar Fragen geklärt werden.

Voraussetzungen für einen Hund im Alter

Passt der Hund in die Lebensphase? Hat man genug Zeit für das Tier und kann man es auslasten und erziehen? Das bedeutet auch, ziehen Familienmitglieder mit, die vielleicht unterstützen werden? Sind die finanziellen Mittel da, um die Kosten schultern zu können, mit denen ein Hund einhergeht, seien es Tierarzt, Futter oder Steuer? Und nicht zuletzt: Darf ein Hund in der Wohnung oder dem Haus überhaupt gehalten werden?

Hinzu kommen Fragen, die sich Ältere stellen sollten: Wie steht es um den eigenen Gesundheitszustand – ist man noch fit genug, um täglich spazieren zu gehen und wie sieht es die kommenden Jahre aus? Gibt es einen Plan B für den Fall, dass etwas Unvorhergesehenes passiert?

Sind alle diese Fragen zur Zufriedenheit beantwortet, geht es daran, einen geeigneten Hund für den Senior bzw. die Senioren auszuwählen. Hier gilt es, genau hinzusehen, denn nicht jede Rasse, nicht jedes Alter und nicht jeder Hundecharakter ist für ältere Menschen und deren Bedürfnisse geeignet. Der Hund muss also zu den körperlichen Fähigkeiten des Menschen passen.

Den richtigen Hund für Senioren finden

Folgende Dinge gilt es bei der Entscheidung zu berücksichtigen.

Die Größe: Viele Senioren halten sich kleinere Hunde. Sie können leichter auf den Arm genommen und getragen werden – etwa beim Tierarzt oder beim Treppensteigen – und sind leichter zu händeln, wenn sie sich beim Spazierengehen in die Leine hängen sollten. Denn gerade Stürze gilt es zu vermeiden und im Alter lässt die Kraft nach. Kleinere Hunde sind oft auch gesellschaftsfähiger – man kann sie mit ins Restaurant nehmen oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Zudem sind sie auch von Vermietern oft lieber gesehen. Wer sich einen größeren Hund wünscht, sollte eine Rasse mit gemütlichem, ruhigem Wesen wählen.

Das Alter: Welpen sind für Senioren nicht die beste Wahl – sie sind ungestüm, haben sehr viel Energie und sind oft noch nicht stubenrein. Das macht sie anstrengend. Viele Senioren schaffen sich deswegen einen bereits erwachsenen Hund an. Der bringt eine Grunderziehung schon mit, ist sozialisiert und ruhiger.

Das Temperament: Es gibt Rassen mit viel Bewegungsdrang und dem Bedürfnis nach einer Aufgabe und Spiel. Senioren sollten sich deswegen überlegen, ob sie diesen Anforderungen gewachsen sind, oder ob es sinnvoller ist, sich für eine Rasse zu entscheiden, die weniger Auslauf und Beschäftigung braucht. Das Gleiche gilt für den Charakter: Natürlich ist jeder Hund ein Individuum, es gibt aber durchaus Rassen, die per se als ruhiger und sanfter gelten.

Nun gilt es für seinen Lebensstil und seine Fähigkeiten den passenden Vierbeiner zu finden. Nur so werden beide glücklich und zufrieden. Denn auch der Hund hat Bedürfnisse, die erfüllt werden müssen.

Hunderassen für ältere Menschen

Gute Hunderassen für Senioren sind überwiegend Begleit- und Gesellschaftshunde. Sie gelten als freundlich, gelehrig und anhängig, ohne übermäßig aktiv zu sein und haben eine praktische Größe. Sie sind leicht zu erziehen und damit Anfängerhunde, die auch nicht übermäßig viel Auslauf brauchen.

Folgende Rassen sollten sich hundeliebende Senioren genauer ansehen:

Pudel sind intelligent, zuverlässig und freundlich. Malteser gelten ebenfalls als unkompliziert und sind niedlich mit ihrem Langhaar. Yorkshire Terrier sind mutig und genügsam. Der Labradoodle – eine Mischung aus Pudel und Labrador – gilt ebenfalls als klug und familienfreundlich. Zwergspitze brauchen nicht viel Platz, sind lebhaft und fröhlich. Der Cavalier King Charles Spaniel gilt als sehr ruhig, freundlich und leicht zu erziehen. Der Bichon Frisé ist geduldig und ein guter Anfängerhund. Bernhardiner und Leonberger eignen sich als größere Rassen – sie brauchen aber mehr Platz und am besten einen Garten.

Senioren sollten außerdem Tierheime nicht außer Acht lassen. Dort warten mittelalte Hunde, meistens Mischlinge, deren Persönlichkeit sich gebildet hat, was sie berechenbar macht. Die Mitarbeiter können bei der Auswahl unterstützen.

 

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