Guter Schlaf für Hunde – ausreichend Ruhe ist auch für Vierbeiner wichtig

Ein erwachsener Mensch braucht sechs bis acht Stunden Schlaf am Tag – also eigentlich in der Nacht – unsere Hunde deutlich mehr.

Ausgewachsene Vierbeiner ruhen zwischen 17 und 20 Stunden am Tag, Welpen und alte oder kranke Hunde sogar bis zu 22 Stunden.
Nun ist Schlaf natürlich nicht gleich Schlaf. In den genannten Zeiten dösen Hunde, sie ruhen oder sie schlafen tief. Beim Dösen nimmt der Hund seine Umgebung trotz geschlossener Augen wahr und ist reaktionsbereit. Beim Ausruhen bleiben die Augen manchmal sogar offen und der Vierbeiner liegt vielleicht gemütlich neben seinem Menschen auf dem Sofa. Sechs bis acht Stunden schlafen Hunde richtig tief.

Hunde schlafen und ruhen anders als Menschen

Hunde brauchen also diese langen Ruhephasen, um zu regenerieren, Kraft zu tanken und sich zu erholen – genau wie wir. Und genau wie bei uns wirkt sich Schlafmangel auf Psyche und Körper aus: Hunde können reizbarer und aggressiver werden, Konzentrationsprobleme oder Koordinationsstörungen entwickeln oder überdreht sein. Schlafmangel macht auch anfälliger für Krankheiten, die sich auch chronisch ausprägen können. Hunde stecken sogar Hunger und Durst besser weg als fehlenden Schlaf.

Die Vierbeiner können innerhalb kürzester Zeit einschlafen, sind aber genauso schnell wieder wach. Außerdem passen sie ihren Schlafrhythmus an uns Menschen an. Allerdings kennen Hunde ihren Ruhebedarf nicht immer selbst und haben oft auch Angst etwas zu verpassen. Der Besitzer muss dann ein Auge darauf haben, dass der Vierbeiner tatsächlich zur Ruhe kommt – viele Hunde sind davon betroffen, Welpen brauchen fast immer Hilfestellung.

Übrigens: Hunde träumen wie wir Menschen, sie haben eine REM-Phase (Rapid-Eye-Movement-Phase). Es ist also ganz normal, dass sie im Schlaf fiepen, zucken, strampeln oder sogar bellen. Bei jungen Hunden wird es öfter beobachtet als bei älteren.

Gute Schlafqualität für den Hund schaffen

Damit dein Hund zur Ruhe kommen kann, solltest du ihn körperlich und geistig auslasten und ein schönes Bewegungsprogramm schnüren. Möglichkeiten sind zum Beispiel Agility oder Fährtensuchen. Gleichzeitig solltest du Stress vermeiden – er wirkt sich wie bei uns auch negativ auf den Hundeschlaf aus. Für besseren Schlaf sind außerdem Routinen wichtig, denn auch Hunde sind Gewohnheitstiere. Findet gemeinsam einen Rhythmus mit festen Zeiten für Spaziergänge, Futter, Spiel und eben Schlaf- und Ruhephasen.

Damit der Hund sich auch wirklich erholen kann, müssen ein paar Dinge beachtet werden.

  • Er braucht einen oder mehrere Schlafplätze, wo er sich ungestört zurückziehen kann. Das bedeutet, dass Hundebett und Hundedecke an einem ruhigen Ort mit wenig Durchgangsverkehr oder Lärmbelästigung platziert sind. Es sollte nicht in der Zugluft stehen, weder zu warm noch zu kalt werden, also nicht in der prallen Sonne oder an der Heizung.
  • Der Schlafplatz darf aber auch nicht zu isoliert sein, der Hund braucht die Nähe des Menschen.
  • Hunde schlafen gern an der Wand an einem Ort, von dem aus sie den Überblick behalten können.
  • Das Hundebett sollte groß genug sein, so dass sich der Vierbeiner auch strecken kann. Denn Hunde haben unterschiedliche Präferenzen: Manche strecken sich im Schlaf aus, andere rollen sich zusammen. Auch die Jahreszeiten und Temperaturen beeinflussen die bevorzugte Schlafposition.
  • Spielzeug oder andere ablenkenden Dinge sollten nicht in der Nähe des Schlafplatzes liegen
  • Erregte und sensible Hunde mögen Boxen und Unterschlüpfe besonders gern.

Fast 50 Prozent der Hundebesitzer lassen ihren Vierbeiner mit ins eigene Bett. Das ist stets eine individuelle Entscheidung. Bekommt der Zweibeiner durch das Arrangement aber selbst zu wenig Schlaf, sollte er seinen Hund wieder ausquartieren.

Übrigens: Viele Hunde schlafen gern etwas erhöht – zum Beispiel auf dem Sofa. Wenn dein Hundebett auf dem Boden liegt, dann achte darauf, dass es gut isoliert ist gegen Kälte vom Boden.

Ein gutes Hundebett auswählen

Hundebetten sind also mehr als nur nice to have, sie können für den Vierbeiner eine echte Entlastung und Erleichterung darstellen. Liegt der Hund dauerhaft auf zu hartem Boden, können Muskelverspannungen, Gelenkschmerzen, sogar Hautreizungen und Druckstellen entstehen. Aber nicht jedes Hundebett ist optimal: Ein zu weiches Bett ist zum Beispiel schnell durchgelegen und erschwert dem Vierbeiner das Aufstehen.

Es kommt also auf die inneren Werte, die Füllung an: Ideal sind hier Materialien, die den Druck reduzieren und die formstabil sind. Dann stützt und schont das Hundebett Knochen- und Muskelapparat, was nicht nur, aber besonders alten und vorerkrankten Hunden gut tut. Geeignete Materialien sind zum Beispiel Schäume mit guten Stützeigenschaften.
Hundekissen bzw. Hundebetten sollten außerdem eine gewisse Dicke mitbringen, damit die Druckentlastung greift und eine gute Isolation gegen die Bodenkälte gegeben ist.

 

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